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12.09.2018

Statement

Debatte um Wiedereinführung der allgemeinen Dienstpflicht

Wirkungsvolles Engagement ist eine Verpflichtung auf freiwilliger Basis!

Die aktuelle und zum x-ten Mal wieder aufflackernde Diskussion, einen Pflichtdienst für alle
einzuführen, wirft nicht nur verfassungsrechtliche Fragen in Deutschland auf.

Auch die EU-Wahlfreiheit sich zu engagieren würde hierdurch eindeutig verletzt.
Das Freiwillige Soziale Jahr wird im Rahmen dieser Diskussion ein weiteres Mal, wie schon so oft in seiner fast 55-jährigen Geschichte, zweckentfremdet und als gesellschaftlicher „Lückenbüßer“missbraucht.

Es ist immer wieder verlockend zu glauben, dass die Persönlichkeit junger Menschen über Pflicht und Druck gebildet werden kann. Eine solche These ist wissenschaftlich längst überholt und auch in der Praxis schon häufig widerlegt worden. Sich freiwillig für einen sozialen Dienst entscheiden zu können,
schafft die Offenheit für Lernen und ist Voraussetzung dafür, neue Lebenserfahrungen anzunehmen.

Freiwilligendienste sind Lernorte, in denen junge Menschen sich in integrativen Gruppen begegnen.
Hier bekommen sie Impulse für ihr Berufsleben und Raum für ihre Persönlichkeitsentwicklung.

In unseren Freiwilligendiensten findet Sensibilisierung für gesellschaftliches Engagement statt.
Wirkungsvolles Engagement ist eine Selbstverpflichtung auf freiwilliger Basis.

Die Bundes- und Landesregierungen sollten alles in ihrer Kraft stehende dafür tun, dass das
vorhandene Engagement gewürdigt und anerkannt wird.

Wir möchten an dieser Stelle für mehr Anerkennung in der Gesellschaft für das freiwillige Engagement (junger) Menschen eintreten. Es ist unsere gemeinsame und kontinuierliche Aufgabe, Freiwilligendienste für (junge) Menschen noch attraktiver zu gestalten und unserer Anerkennung Ausdruck zu verleihen.